Ich lebe seit Dienstag fast ohne Internet, lediglich via mobile phone kann ich noch online und diese Tatsache führt dazu, dass ich wieder viel zuviel Zeit habe, um über alles Mögliche zu grübeln. Dies ist sehr schlecht, wenn ich nämlich in meiner momentanen Verfassung zuviel grüble, dann komme ich schnell in eine tiefe Depression.
In den letzten Tagen fühlte ich auch wieder die grosse Angst, auf ewig allein zu sein. Letztes Jahr durfte ich das erste mal die Liebe kosten, es hielt nicht allzu lange an, aber es gab dennoch genug Vorgeschmack, um sowas gerne wieder und sehr gerne auch richtig zu haben. Das Gefühl der Einsamkeit umgreift mich also derzeit enorm.
Auch schwelgte ich mal wieder in meiner Kindheit - die zwar teils nicht allzu gut war, weshalb ich rund 90% verdrängt habe, aber das, woran ich mich erinnern kann, ist dafür wohl umso besser. Jedenfalls erinnerte ich mich wieder mal an Pinocchio und dessen Wunsch an die Fee, ein richtiger Junge zu sein. Ich wünschte mir auch so eine Fee, damit ich endlich ein richtiges Mädchen bin. Dieser Wunsch blieb immer, wobei er mit dem Älter werden etwas an Wandlung erfuhr. Während meiner X-Files-Zeit waren es die Ausserirdischen, die kommen und "mich korrigieren" und ich so, endlich ein richtiges Mädchen würde. Aber es war auch mal eine Maschine, die sich diesem Problem annimmt und meinen Körper ummodelt - diesmal entlehnt aus Lexx.
Die Tatsache, dass ich mit mir selbst derart im Unreinen bin, ist für andere spürbar, wodurch die meisten Menschen sich nicht allzu sehr mit mir abgeben wollen, schon gar nicht für eine Liebesbeziehung. Wer soviel mit sich rumschleppt, bringt das automatisch in jedwede Beziehung ein und das ist für intensivere Beziehungen der Tod. Insofern braucht man sich auch gar nicht erst mit einem Start einer solchen abgeben... Das frühe Ende ist bereits absehbar. Insofern kann ich die anderen verstehen und würde selber auch so handeln.
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